Lok Bernau II beendet Saison auf Platz 2

Ronny Mussehl Herren 2

Am vergangenen Samstag war es soweit. Die ganze Oberligasaison in Brandenburg findet nach sieben Monaten ihren Meister erst im letzten Spiel. Die Tabellensituation ergab für diesen Showdown folgenden Zustand: wer die Begegnung zwischen dem USV Potsdam II und Lok Bernau II als Sieger verlässt, feiert die Meisterschaft. Der Aufstieg in die 2. Regionalliga stand für das Team aus Bernau jedoch schon fest, da Potsdam I in dieser Liga spielt und nicht zwei Teams aus demselben Verein in einer Spielklasse erlaubt sind.

Vor 170 Zuschauern, darunter auch knapp 30 aus Bernau, starteten Jan Heide, Michael Rothkegel, Leo Krause, Matthias Olbrich und Chris Meiling für Bernau in die Partie. Das erste Viertel hielt, was die Ausgangssituation versprach. Beide Teams waren bemüht, so wenig Fehler wie möglich zu machen und durch klare Aktionen zu Korberfolgen zu gelangen. So konnten die Potsdamer das erste Viertel nur knapp mit 15:12 für sich gestalten. Der zweite Abschnitt dann sollte jedoch komplett anders verlaufen. Während die Gastgeber immer den Blick für den besser postierten Mitspieler hatten und so Mitte des zweiten Viertels schon der neunte Spieler Punkte für den USV erzielen konnte, sollte bei Bernau gar nichts mehr in diesem Viertel laufen. Die einfachsten Spielzüge brachten keinen Erfolg und auch durch Spielerwechsel konnte man den Lauf der Potsdamer nicht stoppen. So lag man nach dem wahrscheinlich misslungenstem Viertel der Saison und nur zwei erzielten Körben mit 33:18 zur Halbzeit zurück. Doch 15 Punkte Rückstand sind im Basketball nicht unmöglich wettzumachen und so wollte man, an der Ehre gepackt, in den zweiten 20 Minuten für den Umschwung auf dem Feld sorgen. Mit anderer Körpersprache konnten dann die ersten Minuten auch positiv gestaltet werden, doch wie so oft an diesem Tag hatte der USV Potsdam die richtigen Antworten parat. Ein 7:0 Lauf machte die anfängliche Hoffnung zunichte und führte damit zum größten Rückstand für Bernau (26:45, 25.). Den Zwischenstand ausblendend wollte man sich immer noch nicht geschlagen geben und warf noch einmal alles in die Waagschale. Angeführt von Matthias Olbrich und Jan Heide, die mit 18 bzw. 14 Punkten auch beste Punktesammler auf Bernauer Seite waren, konnte man einen viertelübergreifenden 13:4 Lauf starten und Anfang des letzten Spielabschnitts die Punktedifferenz in den einstelligen Bereich drücken 43:52, 34.). Die Potsdamer schienen sich aber perfekt auf das Bernauer Spiel vorbereitet zu haben und ließen überhaupt keine Spannung aufkommen. Am Ende stand ein verdienter 67:50 Erfolg für das Team aus Potsdam auf der Anzeigetafel.

Damit geht auch die Meisterschaft in Brandenburg in die Landeshauptstadt, die über die komplette Saison gesehen mit dem USV Potsdam II einfach das konstanteste Team stellte. Die Saison von Lok Bernau II war geprägt von einigen „Auf und Abs“, was es natürlich besonders bitter macht, gerade auf der Zielgeraden einen Tag erwischt zu haben, an dem einfach nicht sein sollte. Das man als Team auch anders kann, zeigten die drei überzeugenden Heimsiege in den Playoffs vor eigenem Publikum.

Ein Spieltermin steht aber in dieser Saison noch aus. Dank eines deutlichen Sieges im Pokalviertelfinale gegen den USV Potsdam kommt es am 21.04. zum Pokal-FinalFour in Woltersdorf. Um 10 Uhr trifft man auf den Gastgeber, den SV 1919 Woltersdorf aus der Landesliga. Im zweiten Halbfinale treffen der KSC Strausberg (Bezirksliga) und die „Dragons“ aus Königs Wusterhausen (Oberliga) aufeinander. Um 14:30 Uhr ermitteln die jeweiligen Gewinner den Pokalsieger aus Brandenburg.
Deswegen gilt es, den Frust nach einigen Tagen Abstand in positive Energie umzuwandeln und den Pokalsieg als Ziel auszurufen, um der Saison einen verdienten, positiven Abschluss zu geben.

Steven Taege
Für Bernau in dieser Saison spielten: T. Bath, F. Eppert, J. Heide, L. Krause, M. Krenzlin, M. Landmann, N. Mangel, C. Meiling, M. Olbrich, F. Reiter, M. Rothkegel, S. Taege, A. Voltz, S. Walter und M. Wieske,