Brandenburg-Derby: LOK gastiert bei den TKS 49ers

Ricardo SteinickeHerren 1

Für die Basketballer des SSV LOK BERNAU steht an diesem Wochenende ein “Auswärtsspiel vor der Haustür” an. Am Samstagnachmittag um 16.00 Uhr messen sich in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB die beiden besten Teams Brandenburgs. LOK gastiert bei den TKS 49ers in Kleinmachnow, die in der vergangenen Saison den direkten Wiederaufstieg geschafft haben. Dabei gibt es unter anderem ein Wiedersehen mit Sebastian Fülle. Gespielt wird in der Sporthalle der Berlin Brandenburg International School (Schopfheimer Allee 10, Kleinmachnow).

Das Brandenburg-Derby zwischen den Bernauer Korbjägern und den TKS 49ers stellt den Auftakt in den 7. Spieltag der ProB Nord. Nach über einem Jahr treffen beide Teams erstmals in einem Ligaduell wieder aufeinander. Die Teltower setzten sich am Ende der vergangenen Saison in der 1. Regionalliga Nord durch und schafften damit den direkten Wiederaufstieg.

Mit neuem Namen und bekannten Gesichtern gehen die Basketballer des RSV Eintracht nun als TKS 49ers ins Rennen. Für das Abenteuer Klassenerhalt hat man mit Kai Buchmann ein bekanntes Gesicht an die Seitenlinie zurückgeholt, das schon von 2004 bis 2013 lange Jahre als Trainer erfolgreich in Stahnsdorf gearbeitet hat. Nach Stationen in Chemnitz (ProA) und Crailsheim (BBL) kehrte der 38-jährige nun an seine alte Wirkungsstätte zurück.

Für das ebenfalls junge Team verlief der Saisonstart bisher aber sehr holprig. Die Teltower haben aktuell erst einen Sieg verbuchen können und stehen am Tabellenende. Allerdings waren die Niederlagen, bis auf ein ganz schwaches Spiel gegen die Dresden Titans, allesamt recht knapp. Auffällig ist die gute Moral und der Kampfgeist. Mit viel Druck in der Verteidigung sind die 49ers ein unangenehmer Gegner. Die fast 11 Steals pro Spiel sind Spitzenwert der Liga und unterstreichen das Potential. Auch nach hohen Rückständen haben sich die Schützlinge von Trainer Buchmann immer wieder zurückgekämpft und sind auch in der Lage solche Spiele zu drehen. Entsprechend gewarnt geht Bernau das Brandenburger Lokalderby an – zumal die LOK selbst in dieser Saison auswärts noch ohne Punkt ist.

Das junge Team der Gastgeber ist nach dem Aufstieg im Sommer in weiten Teilen zusammengeblieben. Mit seinen 27 Jahren ist Sebastian Fülle – der selbst auch schon zwei Jahre lang das LOK-Trikot trug – der älteste und erfahrenste Spieler im Kader. Fülle gilt nach wie vor als Dreierspezialist und kommt in den bisherigen Spielen auf einen Schnitt von 13 Punkten. Mit Max Stölzel gehört ein 19-jähriger Berliner aus der ALBA Jugend zur festen Rotation. Er stand in der Saison 2017/18 auch zusammen mit Fülle im Bernauer Kader. Offensiv sticht Neuzugang Mubarak Salami heraus. Der 23-jährige Hamburger gehörte im letzten Jahr zu den Topscorern der Regionalliga, hatte vor drei Jahren aber auch schon für Itzehoe erste Einsätze in der ProB. Bei den TKS 49ers führt er momentan mit 19,2 Punkten und 3,5 Assists das Ranking an. Unter den Körben sorgt US-Center Chukuka Emili offensiv wie defensiv für Ordnung. Er kommt im Schnitt auf rund 15 Punkte und 7 Rebounds. Darüber hinaus sollten die Barnimer auch den Kroaten Petar Zivkovic und Briten Pharroh Gordon auf dem Zettel haben. Gordon hat nach langer Verletzungspause letzte Woche seinen ersten Einsatz gehabt.

LOK-Coach René Schilling: “Auswärts haben wir bisher noch unsere Probleme. Trotzdem gehen wir sicherlich als Favorit in das Derby. Die TKS 49ers können frei aufspielen und werden uns nichts schenken. Wir müssen es schaffen, mit der eher unorthodoxen Spielweise klar zu kommen. Am Ende wird entscheidend sein, welches Team sich besser auf den anderen einstellen kann, ohne sein eigenes Spiel aufzugeben.“

Aufgrund der kurzen Anreise freut sich das Team auf die zahlreiche Unterstützung von Bernauer Fans, die sich bereits angekündigt haben. Das Spiel beginnt am Samstag um 16.00 Uhr in der Sporthalle der Berlin Brandenburg International School (Schopfheimer Allee 10, Kleinmachnow). Die Anfahrt zur Halle erfolgt über die Karl-Marx-Straße.

(rs) // Foto: Ricardo Steinicke