Brandenburg-Derby geht in die dritte Runde

Ronny Mussehl Herren 1

Nach dem Freundschaftsspiel zur Saisoneröffnung und dem Kantersieg in der Hinrunde findet das Lokalderby zwischen LOK BERNAU und RSV Eintracht Stahnsdorf am kommenden Sonntag bereits zum dritten Mal in dieser Saison statt. Spielbeginn ist um 17:30 in der Sporthalle der BBIS in Kleinmachnow.

Der RSV Eintracht Stahnsdorf hat als Gründungsmitglied der 2. Basketball-Bundesliga ProB in dieser Saison mal wieder einen schweren Stand. Mit einer Bilanz von nur drei Siegen aus 15 Spielen belegt das Team von Headcoach Dennis Toroman den letzten Platz in der Tabelle. Nicht zuletzt aufgrund des hohen Siegs im Hinspiel (99:60 am 25.11.17) liegt die Favoritenrolle somit bei den Bernauern. LOK-Trainer René Schilling stellt allerdings eines klar: „Der größte Fehler den wir machen können, wäre den Gegner zu unterschätzen. Allein die Tatsache, dass sie noch einmal nachverpflichtet haben und die Artland Dragons vor Weihnachten besiegt haben, sollte unseren Fokus in die richtige Richtung lenken.“ Was der LOK-Coach damit meint, wäre zum einem das zusätzliche Selbstvertrauen der Gastgeber, dass sie vor heimischen Publikum mobilisieren. So wurden alle drei Saisonsiege zuhause eingefahren. Zuletzt musste dies auch der Aufstiegsaspirant Quakenbrück erfahren, der eine empfindliche 86:95 Niederlage gegen den RSV kassierte. Maßgeblichen Anteil daran hatte der US-Amerikaner Michael Holten, der dem Team von Ex-Bernauer Pierre Bland sagenhafte 39 Punkte einschenkte.

Und hier liegt die große Stärke der Eintracht. Zusammen mit Landsmann Josh Smith verfügt der RSV über zwei enorm gefährliche US-Profis, die beide diese Saison bereits bewiesen haben, dass sie ein Spiel auch im Alleingang entscheiden können. Während Combo-Guard Holten als überaus treffsicherer Schütze besondere Aufmerksamkeit der Bernauer Außenspieler auf sich ziehen wird, fühlt sich Teamkollege Smith unter den Körben am wohlsten. Hier nutzt er seinen kräftigen 110 Kilo Körper, um die Gegenspieler wegzuschieben und greift sich insgesamt 11,8 Rebounds (Ligabestwert) pro Partie. Neben den beiden US-Amerikanern könnte auf die Hussitenstädter auch eine Überraschung am Sonntag warten. In der Spieleraufstellung der Gastgeber steht seit kurzem nämlich der Bulgare Georgi Boyanov. Sofern eine Spielberechtigung rechtzeitig vorliegt, könnte der 2,01 Meter große Flügelspieler, der zuletzt für die South Alabama Jaguars in der NCAA I auf Korbjagt ging, bereits im Derby gegen die LOK zum Einsatz kommen.

Aufgrund der für ein Auswärtsspiel kurzen Anfahrt hofft das LOK-Team auf reichlich Unterstützung seiner Fans. Die genaue Anschrift der Spielhalle lautet: Schopfheimer Allee 10 (Zufahrt über Karl-Marx-Straße) in 14532 Kleinmachnow.