Mit Ausrufezeichen ins Pokal-FinalFour

Ronny Mussehl Herren 2

Kurz bevor die Playoffs in der Oberliga für die Bernauer Basketballer starten, wurden am vergangenen Wochenende die Viertelfinals im Brandenburgischen Pokal ausgespielt. Wie es die Auslosung ergab, sollten die zwei besten verbliebenen Teams schon in dieser Runde aufeinandertreffen. So kam es zum dritten Duell zwischen dem USV Potsdam II und Lok Bernau II in dieser Saison. In den zwei vorangegangenen Begegnungen behielten die Gäste aus Potsdam relativ klar die Oberhand, dass der Pokal aber seine eigenen Gesetze hat, sollte sich an diesem Tag deutlich werden. Die Lok musste auf einige wichtige Stützen verzichten, dafür übernahm Alex Voltz das Kommando an der Seitenlinie. Zu Spielbeginn schickte er Jan Heide, Leo Krause, Nico Mangel, Matthias Olbrich und Chris Meiling aufs Parkett.

Gleich in den ersten Spielminuten zeigte sich, was an diesem Tag für die Heimmannschaft aus Bernau wichtig werden würde: hohe Einsatzbereitschaft und defensive Geschlossenheit. Die ersten Spielaktionen waren geprägt von vielen Unaufmerksamkeiten, Fouls und gegenseitiges Abtasten. So erlaubte man den Gästen aus Potsdam nur vier erfolgreiche Abschlüsse aus dem Feld. Da es aber auf der eigenen Seite auch noch nicht viel besser lief stand zur Viertelpause ein mageres 15:12 auf der Anzeigetafel. Im zweiten Abschnitt schien es dann, dass beide Teams sich warmgeworfen hatten und es entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch. Es kam zu zehn Führungswechseln in diesem Viertel und vor allem Leo Krause zeigte seine Treffsicherheit von außen und Chris Meiling erklärte den Bereich unter den Körben zu seinem Gebiet. Mit einem 35:30 für Bernau ging es in die zweite Halbzeit.

Zwar saß der erste Wurf der Gäste, doch wurde nun deutlicher, welches Team mehr Wille und Kampfgeist zeigte. Lok Bernau ließ sich durch nichts aus dem Konzept bringen und die Spieler des USV wirkten mit der fortschreitenden Dauer das Spiels immer genervter durch die unerwartete Spielweise des Gegners. Vor allem M. Olbrich, N. Mangel und M. Wieske zeigten mit einigen erfolgreichen defensiven Aktionen, dass auf sie Verlass ist. Offensiv sollte die Stunde des J. Heide geschlagen haben. Nachdem sich die Männer in Gelb mal deutlicher (52:37, 27.) absetzen konnten, die Potsdamer aber nicht aufsteckten und wieder für einen einstelligen Rückstand sorgten (44:52, 29.) übernahm der Bernauer Kapitän komplett. In den letzten 14 Spielminuten gelangen J. Heide 23 Punkte (vier Dreier) und auch mehrere Gegenspieler konnten ihn nicht am Korberfolg hindern. Die Gäste wirkten demoralisiert, auf Bernauer Seite wurde jedoch bis zum Schlusspfiff nicht lockergelassen. So stand am Ende ein 84:64 Erfolg für Bernau auf dem Spielbogen, der auch in dieser Höhe in Ordnung geht und nach dem Spiel für reichlich Gesprächsstoff sorgte.
Damit steht für Bernau der Einzug ins Halbfinale fest und kurz vor den Playoffs bekam die Rivalität zwischen beiden Teams ein neues Kapitel dazu.

Am 17.02. hat das Warten dann ein Ende und um 20Uhr bestreiten die 2. Herren von Lok Bernau in Lauchhammer ihr erstes Spiel der diesjährigen Playoffs.

Von Steven Taege

Für Bernau spielten: J. Heide (33 Punkte), M. Olbrich (15), C. Meiling (12), N. Mangel (10), L. Krause (8), M. Krenzlin (4), M. Wieske (2), S. Taege, A. Voltz und F. Reiter