Lok Bernau verliert das erste Spiel der Halbfinalserie bei der OrangeAcademy Ulm mit 86:76. In einer intensiven und phasenweise zerfahrenen Partie hielten die Bernauer lange dagegen, mussten sich jedoch im Schlussviertel geschlagen geben.
Die Begegnung erinnerte in ihrer Dramaturgie an das Duell vor zwei Jahren – erneut ein harter Kampf in Ulm, erneut mit dem besseren Ende für die Gastgeber. Doch die Serie ist offen: Am Freitag, 8. Mai (20:00 Uhr) hat Lok Bernau in der Sparkassen-Arena die Chance, zurückzuschlagen.
Spielverlauf
1. Viertel – Starker Start von Lok
Lok Bernau kam mit Tempo ins Spiel und übernahm früh die Kontrolle. Offensiv variabel und wach in der Defensive erspielten sich die Gäste leichte Vorteile, während Ulm den Anschluss hielt.
21:24 für Lok Bernau
2. Viertel – Spiel kippt
Mit zunehmender Spielzeit verlor Lok etwas den Rhythmus. Ulm nutzte eine schwächere Phase, glich aus und übernahm die Führung. Bernau blieb mehrere Minuten ohne Feldkorb, während das Spiel zunehmend physischer wurde. Viele Unterbrechungen und Freiwürfe bestimmten die Schlussphase der ersten Hälfte.
41:38 für Ulm
3. Viertel – Offener Schlagabtausch
Auch nach der Pause blieb die Partie umkämpft. Lok Bernau arbeitete sich immer wieder heran, doch Ulm hatte stets eine Antwort parat. Viele Fouls und Stopps verhinderten einen echten Spielfluss.
63:60 für Ulm – alles offen
4. Viertel – Ulm entscheidet das Spiel
Fünf Minuten vor Schluss war Lok bis auf zwei Punkte dran – das Spiel kippte jedoch nicht. Stattdessen nutzte Ulm die zunehmende Foulbelastung der Bernauer konsequent aus, kam häufig an die Linie und setzte sich entscheidend ab.
Endstand: 86:76
Danke an unsere mitgereisten Fans, die trotz der langen Anreise mit Trommeln und Fahnen nach Ulm gefahren sind und die fremde Halle lautstark in unsere verwandelt haben. 🖤💛🚂
Teamstatistik im Vergleich
| Kategorie | OrangeAcademy Ulm | Lok Bernau |
|---|---|---|
| Punkte | 86 | 76 |
| 2P | 28/47 (60 %) | 22/48 (46 %) |
| 3P | 5/29 (17 %) | 4/24 (17 %) |
| FG gesamt | 33/76 (43 %) | 26/72 (36 %) |
| Freiwürfe | 15/26 (58 %) | 20/23 (87 %) |
| Rebounds gesamt | 55 | 38 |
| Assists | 18 | 16 |
| Steals | 9 | 13 |
| Turnover | 16 | 15 |
| Fouls | 19 | 27 |
| Höchste Führung | 12 | 5 |
| Bester Run | 8 | 9 |
| Effizienz | 95 | 79 |
Interessant: Trotz Niederlage hatte Lok Bernau den besseren Run (9:0) – Ulm hingegen die deutlich höhere Führung (12 Punkte) und Vorteile beim Rebounding sowie der Wurfquote.
Topscorer
Lok Bernau:
- Guy Artman – 17 Punkte | 4 Assists | 3 Rebounds | 5 Steals
- Shawn Scott II – 12 Punkte | 3 Assists | 3 Rebounds
- Anthony Watkins – 10 Punkte | 5 Rebounds
OrangeAcademy Ulm:
- Meissa Faye – 27 Punkte | 10 Rebounds | 3 Assists
- Teo Milicic – 18 Punkte | 4 Assists
- Namori Omog – 12 Punkte | 5 Rebounds | 5 Assists
Dan Oppland zum Spiel
„Glückwunsch an Ulm – sie haben ein sehr gutes Spiel gemacht, mit einem klaren Plan, viel Kampfgeist und der richtigen Mentalität.
Für uns ist das Ergebnis enttäuschend. Wir haben in vielen Phasen gute Dinge in der Offense und auch in der Defense gezeigt, aber wir haben nicht um die entscheidenden Situationen gekämpft – nicht um die 50:50-Bälle und nicht um die zweiten Chancen.
Das ist Playoff-Basketball. Da geht es genau um diese Details. Und heute waren wir in diesen Momenten nicht bereit – das ist meine größte Enttäuschung.
Da nehme ich auch mich als Trainer in die Verantwortung. Wir müssen das Team besser vorbereiten und genau an diesen Punkten arbeiten.
Jetzt gilt der volle Fokus dem nächsten Spiel. Wir lernen daraus und wollen eine bessere Reaktion zeigen.“
Blick nach vorn
Die Serie ist noch lange nicht entschieden. Lok Bernau hat gezeigt, dass sie mithalten können – jetzt gilt es, die richtigen Schlüsse zu ziehen.
👉 Freitag, 8. Mai | 20:00 Uhr
📍 Sparkassen-Arena Bernau
Jetzt braucht das Team die volle Unterstützung von den Rängen.
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