LOK Bernau feiert mit seinen Gästen und Fans ein Basketballfest beim Turnier zur Saisoneröffnung.

Jan d'Heureuse Herren 1

Am vergangenen Wochenende hatte der SSV LOK Bernau zur Saisoneröffnung eingeladen. Soweit erst einmal nichts Außergewöhnliches, denn so starten wir in jedem Jahr in die Spielzeit.

In diesem Jahr aber gab es nicht nur ein Spiel, sondern gleich ein komplettes Turnier zur Saisoneröffnung. Eingeladen waren die Teams der Dresden Titans (ProA), RASTA Vechta (ProB) und die Basketballlöwen aus Erfurt (ProB). Wir waren und sind sehr dankbar, dass wir diese Teams für unser Turnier gewinnen konnten.

Als Gastgeber eröffneten wir das Turnier mit dem Spiel gegen unsere Erfurter Gäste.

Mit Akim-Jamal Jonah, Patrick Lyons, Clint Hamann, Abi Kameric und Isiah Small begann unser Team die Partie. Und vor allem Isiah stellte die Erfurter Verteidigung im ersten Viertel immer wieder vor Probleme, sodass die LOK verdient das 1. Viertel mit +8 für sich entscheiden konnte.

Mit Beginn des 2. Viertels kamen die Gäste dann besser in das Spiel und somit entwickelte sich ein sehr ausgeglichenes Spiel, welches lange Zeit keinen deutlichen Sieger erkennen ließ. Dabei zeigte unser junges Team immer wieder, welch hohes Potential in der Mannschaft steckt. Somit gelangte man dann, angetrieben durch das starke Trio Small, Lanaras und Jonah, zu einem 76:70 Sieg und stand damit als erster Finalteilnehmer fest.

Im zweiten Spiel des Abends trafen die Mannschaften aus Dresden und Vechta aufeinander. Über weite Teile des Spiels war dabei der Klassenunterschied zwischen Vechta (ProB) und Dresden (ProA) kaum zu spüren. Den Zuschauern wurde ein hochklassiges Basketballspiel geboten. Trotzdem konnten sich unsere Dresdner Gäste am Ende souverän durchsetzen und zogen somit verdient ins Finale am Sonntag ein.

Ein Höhepunkt am Samstagabend war natürlich die Vorstellung der Teams des SSV. Da in den verschiedenen Ligen der Spielbetrieb bereits in vollem Gange ist, konnten leider nicht alle Teams an der Vorstellung teilnehmen, es bot sich aber den Zuschauern dennoch ein beeindruckendes Bild. Es wurde augenscheinlich und sehr deutlich, warum der SSV zu den mitgliederstärksten Vereinen in Deutschland zählt. Ein Foto aller Mannschaften war nur von der höchsten Stufe der Tribüne aus möglich. Mit dieser beeindruckenden Präsentation zeigten wir unseren Fans einmal mehr wieviel Liebe, Kraft und Engagement der Verein in die Jugendarbeit steckt.

Das wurde auch durch die Bekanntgabe der Unterstützung durch die Firmengruppe Geithner Bau eindrücklich unterstrichen. Ihr Sponsoring richtet sich ausdrücklich an die Jugendteams des Vereins.

Im kleinen Finale spielten – wie das Deutsche Nationalteam am Abend – die Mannschaften aus Erfurt und Vechta um den 3. Platz. Dabei erwischten die Gäste aus Thüringen den besseren Start, Vechta am Start einfach zu unkonzentriert. Das gab sich aber im Laufe des Spiels und so entwickelte sich eine ansehnliche Partie, in der keines der beiden Teams entscheidend die Oberhand gewinnen konnte. Wie es sich dann auch für ein (kleines) Finalspiel gehört, war die Schlusssekunde hochspannend. Erfurt lag 15 Sekunden vor Schluss mit 1 Punkt in Führung, aber Vechta hatte den Ball. Dem Team aus dem Norden gelang es nicht, den Löwen den Sieg aus den Händen zu reißen und somit ging Platz 3 an Erfurt.

Im Finale startete unsere LOK mit Isiah Small, Abi Kameric, Clint Hamann, Akim-Jamal Jonah und Rafail Lanaras ins Spiel gegen die Gäste aus Elbflorenz. So wie es sich für

eine LOK gehörte, begannen die Jungs mit viel Dampf auf dem Kessel und bereiteten somit den Titanen anfänglich etwas Schwierigkeiten.

Im weiteren Verlauf setzte sich dann aber die Routine des ProA-Ligisten durch. Der Ball wurde sicher durch die eigenen Reihen rotiert und Dresden ging mit einer 25:14 Führung in das 2. Viertel.

So leicht wollten es aber die Mannen um Kapitän Max Rockmann dem Gegner nicht machen und man kam konzentrierter und vor allem in der Verteidigung bissiger zurück aufs Parkett. Man entschied das 2. Viertel mit 18:17 für sich und verhinderte so, dass sich Dresden weiter absetzen konnte.

Nach der Pause erwischten unsere Gäste den besseren Start. Mit einigen schnellen Punkten konnten sie sich sehr schnell absetzen, was unser junges Team deutlich aus dem Fokus brachte. Das 3. Viertel ging – völlig verdient – mit 32:21 an die Mannschaft aus Dresden.

Wer jetzt aber gedacht hatte, dass Spiel wäre damit schon entschieden, der hatte sich mehr als getäuscht. Unsere LOK zeigte in einer beeindruckenden Art und Weise, wozu sie in dieser Saison im Stande sein wird. Angeführt durch einen bärenstarken Rafail Lanaras, reduzierte das Team den Rückstand von -21 auf -6 bei noch 1:30 zu spielen. Es hätte nicht viel gefehlt und man hätte die Titanen zu Fall gebracht. Zum Schluss setzte sich aber die Klasse der Mannschaft aus Dresden durch und sie konnten verdient den Pokal mit nach Hause nehmen

Coach Davide Bottinelli zeigt sich mit dem Turnier sehr zufrieden:

„Es war das erste Mal nach langer Zeit, dass LOK Bernau so ein Turnier organisiert hat und ich kann sicher sagen: das Turnier war gelungen.

Der erste Dank geht an die zahlreichen Helfer und Supporter, die mit vollem Engagement viele Stunden in der Halle verbracht haben. Es ist ihr Verdienst, dass das Turnier so genau organisiert wurde und flüssig gelaufen ist.

An dem Wochenende, wo das Basketball EM-Finale in Berlin stattgefunden hat, gab es trotzdem viele Fans, die in die Halle gekommen sind und die Mannschaft angefeuert und unterstützt haben. Vielen Dank dafür. Dazu die Vorstellung der vielen Jugend Mannschaften (und einige haben noch gefehlt), das war ein tolles Zeichen für die Breite des Vereins und seine Zukunft.

Sportlich gehen Dan und ich aus dem Wochenende sehr zufrieden raus: wir konnten zwei wertvolle Spiele absolvieren und daraus viele Rückmeldungen für die letzten zwei Wochen Vorbereitung sammeln.

Der Einsatz der Jungs hat mir gefallen und langsam fängt unsere Identität als Team an zu wachsen. In beiden Spielen mussten wir unterschiedliche Herausforderungen angehen: das Team hat nicht aufgehört zu spielen und hat weiter probiert zu kämpfen, um dafür eine Lösung zu finden. Wir waren immer dann am besten, wenn wir Tempo aufgenommen und eine schnelle Ballbewegung etabliert haben.

Defensiv haben wir noch ein paar Baustellen, an denen wir noch weiterhin arbeiten werden. Ich bin überzeugt, dass wir bis zum 1.10. in Gießen noch weitere Fortschritte schaffen werden.“

Assistant Coach Dan Oppland:

„Das Wochenende war ein großer Schritt nach vorne für unsere Jungs. Sie haben vor allem im Finalspiel am Sonntag gegen Ende Charakter gezeigt. Wir sind sehr mit der Energie zufrieden. Jetzt geht es darum, die Konstanz und den Rhythmus zu finden. Wir freuen uns sehr auf die anstehende Saison.“

In knapp 2 Wochen startet die BARMER 2. Basketball Bundesliga in die Saison 2022/23. Unser erstes Spiel bestreiten wir am Samstag den 01.10. ab 20:00 Uhr bei ROTH Energie Giessen Pointers.

Am 08.10. ab 19:00 Uhr gibt es dann gegen den SC Rist Wedel das Heimdebüt des SSV.