Der SSV Lok Bernau musste sich am Donnerstagabend gegen das Nachwuchsteam von ALBA Berlin 78:63 (46:30) geschlagen geben. Trotz Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte, konnten die Lok Korbjäger den Verlauf nicht mehr entscheidend beeinflussen. Im nächsten Spiel am 11. Februar trifft der SSV in eigener Halle auf den Tabellenführer UBC Hannover.
„Die verschlafene erste Halbzeit hat uns heute den Sieg gekostet“, resümierte ein enttäuschter Headcoach nach dem Spiel. Dabei kam die Mannschaft von Axel Rüber zu Beginn gut in die Partie und zeigte sich auf Augenhöhe mit ALBA Berlin. Die rund 50 Bernauer Fans trieben ihr Team lautstark nach vorn. In der Defensive bekamen es die Bernauer, wie erwartet, mit Alba-Profi und Nationalspieler Lucca Staiger zu tun. Staiger kam zwar selbst nur auf acht Zähler, konnte seine Mitspieler aber einige Male in sehr gut Szene setzen. Vier direkte Punktvorlagen wurden für den 23-jährigen am Ende gezählt.
Der entscheidende Einbruch im Bernauer Spiel begann in der siebten Minute (12:12). Kapitän Sebastian Trzcionka saß bereits mit zwei Fouls auf der Bank und musste mit ansehen, wie die jungen Albatrosse mit einem 12:3-Lauf davon zogen. „Wir haben uns phasenweise wieder sehr verunsichert präsentiert. Unsere Situation ist nicht einfach. Wenn wir schon kein Glück haben, kommt auch noch das Pech dazu“, sagt Trainer Axel Rüber. „Unsere schlechte Trefferquote von der 3er-Linie war auch ein Grund für den Spielverlauf. Während wir im Saisonschnitt 35 Prozent treffen, waren es heute nur 13 Prozent. Das verdeutlicht die Verunsicherung bei uns. Dennoch bin ich zuversichtlich, dass wir uns das Selbstvertrauen wieder zurück holen können“.
Mit einem deutlichen 46:30-Rückstand startete die Lok in die zweite Halbzeit, in der ALBA-Coach Milan Pesic seine Mannschaft bereits nach 120 Sekunden zur Auszeit bat (46:36, 22. Minute). Der SSV präsentierte sich vor allem in der Verteidigung konzentrierter und fand über Martinis Woody und Sebastian Trzcionka den erfolgreichen Abschluss. Der Rückstand blieb stabil, mit 56:46 ging es in das Schlussviertel. Die Bernauer gaben sich auch weiterhin nicht auf und kämpften sich nach einem 67:51 (34. Minute) noch einmal zurück. Bei ALBA stach in dieser Phase US-Flügel Darren Stackhous heraus, der am Donnerstag mit 17 Punkten Topscorer seines Teams war. Jermale Jones (11 Punkte), Felix Schekauski (9 Punkte) und Martinis Woody (27 Punkte) konnten den Rückstand mit einem Zwischenlauf noch einmal in den einstelligen Bereich drücken (67:58, 35. Minute). ALBA-Aufbauspieler Nico Schumann konnte das Strohfeuer dann aber mit einem Dreier endgültig löschen. Am Ende gewannen die Hauptstädter verdient 78:63.
Martinis Woody stach bei den Bernauern in allen Statistikwerten heraus. Neben seinen 27 Punkten, kam der US-Boy auf 10 Rebounds, vier Assists, je zwei Steals und Blocks. Eine Trefferquote von über 70 Prozent (12 Treffer aus 17 Versuchen) untermalen den Saisonbestwert von Woody (Effektivität 39).
Den Auftritt haben die Bernauer Basketballer erst am 11. Februar in eigener Halle. Die Lok trifft dann um 19.00Uhr in der Sporthalle Heinersdorfer Halle auf den Tabellenführer UBC Hannover.
Viertelstände: 24:15, 46:30, 56:46, 78:63
ALBA Berlin: Stackhouse (17 Punkte), Dinc (14), Ney (14), Fülle (11), Staiger (8), Tolksdorf (6), Schumann (6), Herwig (2), Schmidt (0), Kleiner (0), Blessig (dnp)









