Bernau musste am Samstag auf den grippekranken Dennis Gebert sowie auf den an einer Erkältung laborierenden Rückkehrer Steve Krajewski verzichten. Im ersten Spiel trafen die Lok-Basketballer auf ihren Kooperationspartner Berlin Baskets. Die Marzahner kamen besser ins Spiel und legten vor, ehe die Bernauer ihren Rhythmus erst im 2.Viertel fanden. Angeführt von Konstantin Mau und Marcus Dathe zogen die Bernauer auf 31:15 davon. Neuzugang Dreshawn Vance konnte bei seinem Offensivdrang häufig nur durch Fouls gestoppt werden und musste sich seine Punkte an der Freiwurflinie erarbeiten. Kurz nach der Halbzeitpause verletzte sich Vance leicht am Knöchel. Er wurde von Trainer Torsten Schierenbeck vorsichtshalber geschont und nicht mehr eingesetzt. In seinen 15 Minuten Spielzeit kam der Center auf 13 Punkte, den Rest des Turniers verfolgte Vance von der Bank aus. Am Ende siegte der SSV Lok Bernau gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Berliner mit 67:56. Auch das zweite Spiel gegen die BSW Sixers verlief zunächst ausgeglichen. Den Bernauern merkte man die kurze Pause zwischen den beiden Spielen an, dem Team fehlte es mitunter an der nötigen Konzentration. Die Sixers nutzten die Fehler der Bernauer konsequent aus und erarbeiteten sich in den ersten 30 Minuten ein 60:68-Polster. Allerdings zeigten sich die Lok-Akteure hochmotiviert und kämpften sich in den Schlussminuten dank einer ungeheuren Energieleistung wieder in das Spiel. Felix Schekauski legte den US Amerikaner Julio Anthony in der Verteidigung an die Kette, der zuvor 19 und im 4.Viertel nur einen Punkt erzielte. Ein blendend aufgelegter Kapitän Sebastian Trzcionka übernahm Verantwortung und erzielte insgesamt 27 Punkte. Bernau zündete in der Offensive mit Jan Heide, Sebastian Schmohl und Ryan Williams alle Optionen und erzielte im Schlussviertel 33 Punkte. Nach dem umkämpften, aber verdienten 93:91-Sieg war die Mannschaft des SSV Lok Bernau am Ende ihrer Kräfte.
Das Fazit von Trainer Torsten Schierenbeck fiel denn auch positiv aus: „Wir haben noch längst nicht das Niveau erreicht, dass wir als Aufsteiger brauchen, um in der 2. Bundesliga zu bestehen. Die Hälfte der Vorbereitung ist um und wir sind auf dem richtigen Weg, erste Fortschritte sind zu erkennen. Ich bin mir sicher, dass wir uns in den nächsten Wochen noch deutlich steigern werden.“
Am Wochenende werden die Lok-Basketballer beim Zahn-Medi-Cup in Sandersdorf antreten. Neben Gastgeber BSW Sixers werden außerdem ALBA Berlin II, Dresden Titans, Uni Riesen Leipzig und die Oettinger Rockets Gotha an den Start gehen.
Punkteverteilung: Dathe (10 Punkte gegen die Baskets/3 Punkte gegen die Sixers); Schekauski (3/4); Heide (6/14); Mau (6/6); Schmohl (2/12); Trzcionka (9/27); Williams (14/21); Rothenbacher (5/4) und Vance (13/-)








